Was ist ein Smart Home?

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Was ist ein Smart Home

Es gibt immer mehr Menschen, die sich die Frage stellen, was eigentlich ein Smart Home ist. Es handelt sich dabei zu gut Deutsch um ein intelligentes Zuhause. Das wiederum bedeutet, dass sich gewisse Komponenten im Haus steuern lassen. Durch diese Veränderungen im Wohnbereich können Nutzer einige Kosten in Bezug auf Energie und Hardware einsparen. Wie viel sollte in ein Smart Home investiert werden und worauf sollte man bei der Anschaffung achten? Die Benutzung ist ebenfalls nicht unwichtig, worauf gilt es hier zu achten?

Fragen über Fragen, die sich in diesem Artikel beantworten lassen.

Was genau ist ein Smart Home?

Wer sich heutzutage ein Haus baut, oder aber einen Altbau saniert, der möchte, das dieser nicht nur energieeffizient, sondern auch komfortabel und nachhaltig ist. Vielen ist zusätzlich noch wichtig, dass die Räumlichkeiten über einen längeren Zeitraum nutzbar sind. Diese Fakten nutzt der Technikmarkt zum Anlass, immer weiter zu wachsen. Früher war die Hausautomatisierung oder die Haustechnik eher etwas für Hotels und andere öffentlich zugänglichen Gebäude. Heute findet man beides auch in privaten Haushalten. Menschen lieben den Komfort und so setzt der Markt auf das Vernetzen von Haushaltsgeräten, Dienstleistungen und Haustechnik. Sämtliche hierfür erscheinenden Lösungen müssen nicht nur intuitiv bedienbar sein, sondern auch ein intelligentes Zusammenspiel aller integrierter Komponenten ermöglichen.

Erst wenn die Möglichkeiten eines Herstellers vom Nutzer ausgereizt werden, ist er in der Lage den Verbrauch der Energie zu senken. Dadurch ist das Smart Home nicht nur etwas für junge Menschen, sondern bietet die gleichen Vorteile für mehreren Generationen. Der Begriff „Smart Home“ wurde erst in den letzten Jahren geprägt. Eigentlich erst seitdem Menschen ihr Haus nicht nur mit cleverer, sondern auch wirklich mit intelligenter Technik ausrüsten möchten. Der Begriff selbst kommt aus dem Englischen und bedeutet „intelligentes Zuhause“, er ist jedoch nicht klar definiert. Daher nutzen beispielsweise Hersteller von Heizungssteuerungen diesen Begriff auch einfach nur für eine Einzellösung. Aber auch hier braucht es beispielsweise mehrere Thermostate und Heizungsthermostate, damit das System effektiv läuft.

Funktionsweise eines Smart Homes

Smart Home FunktionsweiseFür ein Smart Home braucht man folgende Elemente, damit es überhaupt funktioniert:

ENDGERÄTE, die auch Aktoren genannt werden.

Sie müssen in die Steuerung des Smart Homes integriert werden, dazu gehören unter anderem Lampen, Jalousien oder Rollläden, Heizkörperthermostate oder auch Sound und TV Systeme. Mittlerweile integrieren viele Personen auch Küchengeräte, wie Herd, Waschmaschine und Kühlschränke in die intelligente Steuerung, damit sie von überall aus Zugang dazu haben.

EINGABEGERÄTE

Eingabegeräte sind mindestens genauso wichtig. Hierzu zählen unter anderem Smartphones und Tablets, aber auch Thermostate, Lichtschalter und Touchdisplays. Immer häufiger wenden sich Bewohner auch über eine Sprachsteuerung an ihr Zuhause, um Einstellungen vorzunehmen.

Dadurch das diese Schnittstellen existieren, hat sich der Mensch den Vorteil erarbeitet immer genau zu wissen ob und wenn ja in welchem Raum noch Licht brennt. Hat er es vergessen auszuschalten, kann er das nun über das Smart Home erledigen lassen.

SENSOREN

Damit sich der intelligente Heizkörperthermostat auf die Bedürfnisse des Nutzers einstellen kann, braucht es Sensoren die wie in diesem Beispiel die Raumtemperatur messen können. Dazu gehört erweiternd dann auch, dass diese Sensoren erkennen, ob die Fenster, oder Türen gerade zum Lüften geöffnet sind, damit die Heizung nicht permanent läuft. Andere Sensoren sind wiederum dafür ausgelegt zu erkennen, ob ein Raum erleuchtet ist, oder ob sich Personen darin befinden.

GATEWAY, die auch häufig Zentrale genannte wird

Auf dem Gateway treffen alle Befehle und die Daten der Sensoren ein. Diese werden dann von dort aus weiter zu den diversen Aktoren geschickt, damit diese sich dementsprechend verhalten können. Wird beispielsweise gemeldet das die Fenster im Wohnzimmer geöffnet sind, wird die Heizkraft zurückgeschraubt, um nicht unnötig Energie zu verbrauchen. Das Gateway ist somit dafür zuständig, dass integrierte Geräte untereinander kommunizieren können. Es ist sozusagen die Zentrale Schnittstelle und sogar in der Lage, wenn benötigt eine Verbindung zum Internet zu erstellen. Doch auch wenn das Gateway existiert, ist der Nutzer je nach System meistens weiterhin in der Lage, die einzelnen Geräte anzusteuern, ohne über das Gateway gehen zu müssen.

VERNETZUNG

Die Vernetzung ist dafür zuständig, das die unterschiedlichen Endgeräte mit dem Gateway Kontakt aufnehmen können. Diese Verbindung findet idealer Weise über Funk statt. Kabelgebundene Systeme bringen sehr viel Planung und gerade in Altbauten zu viel Umbau mit sich. Auch Mietwohnungen sind mit der Vernetzung via Funk wesentlich besser dran. Montage und Demontage sind kein Problem und hinterlassen keine weiteren Spuren. Kabelgebundene und Funk Systeme lassen sich häufig nicht miteinander kombinieren.

Wie lässt sich ein Smart Home bedienen

Smart Home Sprachassistent Alexa
Einfache Bedienung mit Hilfe von Sprachbefehlen mittels Alexa

Dabei gibt es verschiedene Arten wie sich das Smart Home System bedienen lässt. Manchmal ist diese Art versteckt, manchmal ganz offensichtlich. Wer sein Hotelzimmer betritt, steckt die Keykarte in den dafür vorgesehenen Ablagepunkt im Zimmer und das Licht schaltet sich automatisch ein. Nimmt der Kunde die Keykarte raus und verlässt das Zimmer, schalten sich automatisch alle Lichter ab.

Für den privaten Gebrauch jedoch lässt sich ein Smart Home auch über folgende Wege bedienen:

App

Jedes Smart Home System hat heutzutage seine eigene App. Diese muss der Nutzer nur auf sein Smartphone oder Tablet laden und kann von dort aus dann die Komponenten einzeln, oder in ganzen Gruppen oder Szenen steuern. Wenn er mit Szenen arbeitet bedeutet das, dass er eine Szene aktiviert und sich beispielsweise nicht nur das Licht, sondern auch gleich die Heizung und Überwachungskamera in Stellung bringen. So muss er nicht die einzelnen Geräte an, oder ausstellen, sondern nur einen Klick auf seinem Handy erledigen.

Webinterface

Eine weitere Möglichkeit ist der PC. Hier kann der Bewohner ein Webinterface nutzen, um sich den Zugang zu seinen Geräten zu ermöglichen. Einige Systeme arbeiten jedoch nur noch mit App, nicht aber über ein Webinterface. Vielen kommt das Webinterface sehr gelegen, da der Bildschirm beispielsweise für das Einrichten des Systems größer und übersichtlicher ist. Daher wird oft erst der PC genutzt, später jedoch das Smartphone, oder Tablet.

Sprachassistent

Spätestens seit Erscheinen des digitalen Sprachassistenten Alexa von Amazon ist die Sprachbedienung des eigenen Smart Homes nicht mehr wegzudenken. Neben Amazon bieten auch andere Hersteller wie Apple mit Siri oder Google die Möglichkeit der Sprachsteuerung an. „Alexa schalte das Licht im Wohnzimmer an“ und zack geht das Licht im Wohnzimmer an. Dabei kann der Sprachassistent nicht nur über das Smartphone, sondern auch über die jeweils eigene Hardware, die zum System gehört genutzt werden. Die wenigsten Systeme lassen sich jedoch über den Sprachassistenten in Betrieb nehmen. Zum Einstellen wird also immer noch das Smart Home System eigene Hilfsmittel benötigt.

Von Hand

Kaum zu glauben aber wahr, jede Komponente lässt sich auch noch normal von Hand bedienen. Wer ins Wohnzimmer geht und auf den Lichtschalter drückt, wird nicht enttäuscht werden. Dies ist eine reine Vorsichtsmaßnahme und signalisiert dem Nutzer noch die nötige Eigenkontrolle. Wenn ein System mal ausfällt, kann also alles noch per Hand geschaltet werden. Die Heizung lässt sich auch ohne Befehl an und ausstellen, genauso wie beispielsweise das Licht.

 

Welchen Nutzen haben Smart Homes?

Geld sparenUm den Nutzen eines Smart Homes zu ermitteln, muss nicht nur Rücksicht auf das Produkt, oder System genommen werden, sondern auch auf die eigenen Erwartungen, die daran geknüpft sind.  Der Mehrwert kommt durch einige Aspekte zustande wie das Einsparen von Energie, oder auch das Erhöhen des Wohnkomforts. Für andere wiederum ist auch das Thema Sicherheit ausschlaggebend.

Energiesparen

Wer allein schon über das Smart Home sein Heizverhalten regeln lässt kann bis zu 30 Prozent an Kosten einsparen. Das System hört beim Verlassen des Hauses auf zu heizen und setzt damit erst wieder ein, entweder wenn der Bewohner zurückkehrt, oder zu einem festgelegten Zeitpunkt. Dazu benötigt der Nutzer nicht nur alle Komponenten für die Heizung, sondern auch passende Lichtschalter und Sensoren. Denn schließlich kann ein eingeschaltetes Licht sehr viel Energie verschlingen wenn es vergessen wird. Dies passiert nicht, wenn man ein Smart Home hat welches erkennt, dass der Bewohner das Haus verlässt und die Lampen ausschaltet.

Oft stellt der Nutzer fest, dass der Standby Modus bei Geräten ebenfalls sehr viel Strom frisst. Um dieses zu unterbinden, müssen einfach nur Smart Home Steckdosen installiert werden, die das Gerät vom Strom nehmen, wenn es nicht genutzt wird. Um weitere Kosten und vor allem Energie zu sparen sind auch Bewegungsmelder sehr hilfreich. Sie gehören aber genauso gut in die Sparte der Sicherheit.

Komfort erhöhen

Der Komfort lässt sich durch ein Smart Home sehr gut erhöhen. Schließlich bedeutet das, dass der Bewohner nur auf dem Sofa sitzen muss und dem Sprachassistenten Befehle geben kann. Möchte er ein Bad nehmen sagt er zur gegebenen Zeit Bescheid, dass das Badezimmer vorgeheizt werden soll. Möchte er das der Garten bewässert wird, lässt sich auch für den Outdoorbereich einiges an Systemen installieren, die dies ermöglichen.

Fernseher und Stereoanlage lassen sich ebenfalls entweder via App, oder Sprache ein- bzw. ausschalten. Auch die Kaffeemaschine lässt sich soweit in viele Systeme integrieren das morgens nicht nur die Jalousien von alleine geöffnet werden, sondern eben auch der Kaffee pünktlich bereit steht. Es gibt viele Kleinigkeiten, die den Wohnkomfort deutlich erhöhen. Licht an und aus ist oft über Bewegungsmelder gekoppelt. Dies kann für den Nutzer nicht nur im Außenbereich, sondern auch in Innenräumen sehr hilfreich sein.

Sicherheit erhöhen

Weiterhin kann auch die Sicherheit des Eigenheims durch ein Smart Home erhöht werden. Je nachdem welche Komponenten eingebaut werden, kann beispielsweise die Eingangstür oder die Einfahrt gesichert werden. So lassen sich mit smarten Türschlossern, wie beispielsweise mit dem Nuki Smart Lock, die Tür automatisch bei Verlassen des Hauses verriegeln und beim wiederkommen entriegeln. Dies ist besonders dann sinnvoll wenn du vom Einkaufen wiederkommst und die Hände voll hast. Dabei erfolgt die Steuerung ausschließlich über dein Smart Home. Kinder brauchen keinen Schlüssel mehr mit in die Schule zu nehmen, ältere Menschen nicht lange nach der Brille suchen. Das System erkennt wer vor der Tür steht und lässt die Personen passieren, die zuvor vom Nutzer freigegeben wurden.

Aber auch Kameras mit integrierter Außenlampe bieten sehr viel Sicherheit. Zum einen werden Unbefugte, die sich unbefugt Zutritt verschaffen wollen sofort entlarvt und zum anderen kommt der Bewohner selbst durch das Flutlicht, welches sich durch den integrierten Bewegungsmelder in Gang setzt sicheren Fußes nach Hause.

 

Smart Home Technologie sinnvoll einsetzen

Die Smart Home Technologie hilft Bewohnern dabei ihren Alltag nicht nur komfortabler, sondern auch sicherer und energiesparender zu gestalten. Dabei kommt es darauf an, dem Nutzer möglichst viele Arbeiten und Denkprozesse abzunehmen. Dies schont nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Viele Tests haben schon zu dem Resultat geführt, dass einige Systeme nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis sehr gut umgesetzt wurden.

 

1Anwendungsbeispiel: Smarte Heizungssteuerung

Energie sparen dank intelligenter Heizungssteuerung (Tado)

Im Sommer bleibt die Heizung so gut wie immer aus, im Winter hingegen ist es schwer die passende Einstellung zu finden, damit man sich permanent wohl fühlt. Auch im Frühling, oder Herbst, gibt es gerade hier in Deutschland immer wieder Temperaturschwankungen, die den Einsatz der Heizung heraufbeschwören. Dann kann der Wunsch nach Wohlfühlen dem Sparen von Energie schon mal in die Quere kommen. Was tun? Um dieses Problem zu lösen, gibt es intelligente Heizkörperthermostate und Wandthermostate. Sie sind mittlerweile mit den meisten Heizsystemen kompatibel. Sie lassen sich via Smartphone sogar von unterwegs aus befehligen, so dass der Nutzer nach der Arbeit in ein warmes Zuhause zurückkehrt.

Auch in der Wohnung lässt sich die Temperatur jeder Zeit sehr leicht regeln. Tado ist beispielsweise ein Hersteller für Smarte Thermostate aus München. Er setzt auf die Technologie des Geofencing. Ist jemand zu Hause wird die Temperatur so gehalten, wie sie auf Wunsch eingestellt wurde. Verlässt der Bewohner das Haus, gibt ein Sensor dies weiter und die Heizung wird heruntergeregelt.

Selbstlernende Heizungssteuerung?

Im Gegensatz dazu gibt es auch Mitbewerber, die einen anderen Ansatz verfolgen, so auch die Firma Netatmo. Die hier genutzten Netatmo Thermostate analysieren das Heizverhalten der Bewohner. Sie studieren sozusagen die Gewohnheiten und merken sich unter anderem die Uhrzeiten, wann die Wärme in welchem Raum gesteigert oder gesenkt wird. Nach einiger Zeit, die sich auch Lernphase nennt, fällt Nutzern oft auf, dass sich die Thermostate von Netatmo dem Heizverhalten angepasst haben. Der Hersteller verspricht hier eine garantierte Ersparnis von 30 Prozent.

Immer mehr Käufer greifen auf Systeme zurück, die einen Sprachassistenten wie Alexa, oder Siri unterstützen. Dies haben auch Hersteller wie Elgato erkannt und den Eve Thermo herausgebracht. Er kann genauso wie Thermostate von Netatmo, oder Tado, Sprachbefehle entgegen nehmen. Dazu muss der Assistent natürlich erst einmal eingerichtet werden. Etwas unschön dagegen ist das Wechseln der Batterie, dies steht alle 1-2 Jahre an. Das System gibt dem Nutzer jedoch Bescheid, sobald eine Batterie Schwäche aufweist.

2Anwendungsbeispiel: Smart Home Geräte für die Sicherheit

Alles im Blick dank der Kamera mit LED Strahler und integrierten Bewegungsmelder (Netatmo Presence)

Wäre es nicht praktisch, wenn man informiert würde, sobald sich jemand unbefugt Zutritt zum Eigenheim macht? Oder sich auch bei starkem Regen der Keller langsam mit Wasser füllt? Berufstätige Eltern fragen sich nicht selten, ob ihre Kinder wohl von der Schule nach Hause gekommen sind. Natürlich kann so auch ein pflegebedürftiger Mensch überwacht werden. Fest steht, dass es in jedem Falle sehr viele Einsatzgebiete gibt, die im Falle von Überwachung und Sicherheit zu Tage treten. Da die Nachfrage das Angebot beherrscht gibt es dementsprechend viele Hersteller, die sich unter anderem auf folgende Geräte spezialisiert haben:

  • Fenster- und Türkontakte
  • Feuermelder
  • Wassersensoren
  • Bewegungsmelder
  • Kamerasysteme

Der Nutzer kann sich ein System so zusammenstellen, dass es sich für ihn sicher anfühlt. Viele Systeme wie Bosch vereinen auch mehrere Komponenten, die sich dann unter einander verstehen. So beispielsweise  Der Bosch Ferion Rauchmelder und die Bosch Smart Home Alarmanlage. Aber auch die Firma Poly Control ist mit ihrem smarten Türschloss Danalock Smartlock V3, so wie die Innenkamera mit Gesichtserkennung Netatmo Welcome ganz weit vorne. Netatmo hat für Innen das System Welcome und für Außen das System Presence auf den Markt gebracht. Auch hier können beide Systeme wieder in einem Netzwerk kommunizieren.

Heutzutage benötigt niemand mehr eine Firma für die Installation einer Alarmanlage. Der Bewohner selbst kann den Sicherheitsstandard der eigenen Wohnung dank Smart Home Geräten erhöhen. Außerdem bleiben so die Kosten für solch eine Anschaffung im Rahmen. Außerdem ist die Qualität mittlerweile so weit fortgeschritten, dass Überwachungskameras derart scharfe Bilder machen, dass jede Person sofort erkannt werden kann. Nichtsdestotrotz gibt es Anbieter, die dazu übergegangen sind einen gewissen Betrag für das Speichern von Daten monatlich einzufordern. Darauf sollte in jedem Fall geachtet werden.

 

3Anwendungsbeispiel: Smart Home Beleuchtung

Schöne Szenensteuerung dank intelligenter Beleuchtung (Philips Hue)

Licht ist nicht nur ausschlaggebend für die Stimmung eines Menschen, sondern auch für seinen Biorhythmus. Daher sollte man darauf achten, sich immer viel an der frischen Luft aufzuhalten. Zusätzlich kann das eigene Wohlbefinden aber auch noch durch das Licht in den eigenen vier Wänden verbessert werden. Auch hier gibt es viele Optionen auf dem Markt der Smart Home Technik. Es gibt Lampensysteme wie Ikea Tradfri, Osram Smart+ oder auch Philips Hue, die sich sehr einfach in bestehende System integrieren lassen.

Viele Lampen haben so ein breites Farbspektrum, dass sich zwischen den bis zu 16 Millionen Farben sicherlich für jeden das Passende finden lässt. Sobald die Farbe dann nicht mehr wünschenswert ist, kann dieser per Schalter oder App auch einfach wieder geändert werden.

Wer einen Feuermelder, ohne ähnliche Frühwarnsysteme nutzt, kann diese auch mit dem Licht koppeln, auf diese Weise wird im Notfall der Weg bis zum Fluchtweg aufgezeigt.

 

4Anwendungsbeispiel: Haushalt & Komfort

Steuerung von Haushaltsgeräten übers Smartphone (Home Connect)

Für den Komfort können verschiedene Geräte im Smart Home sorgen. Angefangen von intelligenten Steckdosen wie der Fritz DECT 200, bis hin zu Geräten mit Home Connect Technologie. Natürlich können auch Kühlschränke und Waschmaschinen in ein solches System eingebunden werden. Die Wäsche soll nicht den ganzen Tag in der Waschmaschine warten? Mit einer intelligenten Waschmaschine mit Home Connect Technologie muss sie das nicht mehr. Von der Arbeit aus kann genau gesagt werden wann die Wäsche fertig sein soll. Kommt der Nutzer nach Hause kann er sie direkt zum trocknen aufhängen.

Des Weiteren lassen sich mit Smart Home Steckdosen auch nicht-smart-fähige Geräte mit Intelligenz ausstatten. Mit einer intelligenten Steckdose wie beispielsweise der TP Link HS110 lässt sich so zeitgenau der Kaffee Kochen oder die Stehlampe im Wohnzimmer einschalten. Außerdem lassen sich mit solchen Steckdosen sehr leicht Stromfresser entlarven und Geräte vom Standby Modus abschalten. Denn viele dieser WLAN Steckdosen bieten die Möglichkeit den Energieverbrauch zu Überwachen und  mitzuloggen.

Auch Staubsaugerroboter werden immer beliebter. Sie sorgen für ein sauberes Zuhause, während der Bewohner anderen Dingen nachgeht. Außerdem gibt es mittlerweile auch schon Staubsaugerroboter wie dem Neato Botvac D5 Connected, die sich auch mittels Alexa Sprachbedienung steuern lassen.

Kostenpunkt – Smart Home

Ein funkgesteuertes Smart Home verschlingt weitaus weniger Kosten, als eins bei dem noch die Kabel verlegt werden müssen. Trotzdem fällt auch hier eine höhere Summe an, die jedoch gut investiert ist. Dabei benötigt der Nutzer in den meisten Fällen zunächst eine Basisstation. Ohne dieses Herzstück des jeweiligen System läuft gar nichts, da diese als Zentrale Schnittstelle fungiert. Dazu kommen dann natürlich passende Endgeräte, oder aber die Zwischenstecker, die auch eine normale Kaffeemaschine smart erscheinen lassen können.

Abhängig ist der Endpreis immer davon, ob alle und wenn ja wie viele Räume in die Planung mit einfließen. Als Anhaltspunkt kann beispielsweise bei einer Basisstation ein Preis von bis zu 150 Euro aufgerufen werden. Die günstigsten sind jedoch für den Nutzer schon für 50 Euro zu bekommen.

Bei den Heizkörperthermostaten liegen die Mitbewerber alle sehr dicht beieinander. Qualitativ hochwertige Geräte müssen hier nicht teuer sein. Wer Geld sparen möchte, sollte auf Starter Pakete zurückgreifen. Hier gibt es zum einen Startersets und zum anderen aber auch auf Themen basierende Pakete. Im Paket für Anfänger ist die Basisstation bereits inbegriffen, dies kann einiges an Kosten einsparen. Jedoch muss der Nutzer dies nur einmal kaufen, da er sonst in mehr als eine Basisstation investiert.

Möchte der Bewohner mehrere Hersteller kombinieren muss er nach offenen Basisstationen Ausschau halten. Nicht alle Produkte lassen sich einfach so in das gleiche System einspeisen. Wer die Kosten eines Smart Homes errechnen möchte muss also nicht nur auf blanke Zahlen schauen, sondern auch auf die Kompatibilität. Die Investition ist langfristig zu sehen. Dabei spielt das Einsparen von Energie eine große Rolle.

Datenschutz: Sicherheit der Smart Home Daten

Beim Smart Home geht es darum, den Komfort und die Sicherheit zu erhöhen und gleichzeitig die Kosten für Energie zu senken. Doch was geschieht eigentlich mit den Daten, die diese intelligenten Geräte sammeln. Sind die wirklich sicher? Oder sollte man sich berechtigte Sorgen machen?

Da gibt es Kühlschränke, die selbstständig einkaufen. Kaffeemaschinen die wie von Geisterhand den Kaffee aufbrühen. Letztere wissen genau, ob das schwarze Heißgetränk eher schwach oder stark aufgebrüht wird. Andere Geräte wiederum wissen genau, wann der Nutzer aus dem Haus geht und auch wieder zurückkehrt. Daten, die in fremden Händen nichts zu suchen haben.

Viele Fragen sich, ob wir bereits gesteuert werden, oder noch selbst die Zügel in der Hand halten.

 

Fakt ist, ja die Daten könnten missbraucht werden. Andererseits braucht es dafür heutzutage wirklich sehr viel Aufwand. Die Hersteller und Anbieter lassen sich in Sachen Sicherheit immer neue Sachen einfallen, wie sie Hacker vom Datenklau abhalten können. Viele Anbieter speichern Daten nur so, dass sie keiner bestimmten Person zugeführt werden können. Der Name des Bewohners bleibt anonym und ist so nicht nachzuvollziehen. Diese Speicherung wird jedoch auch nur dann durchgeführt, wenn das System einen Internetzugang benötigt.

Fazit: Datenschutz im Smart Home

Wer sich ein Smart Home zulegen möchte, der sollte darauf achten, dass das System regelmäßige Sicherheitsupdates bekommt. Jedes System, dass mit dem Internet verbunden ist kann von Hackern angezogen werden. Daher ist es wichtig ein sehr starkes Passwort einzusetzen. Dieses sollte immer aus großen und kleinen Buchstaben, in Kombination mit Zahlen und Sonderzeichen bestehen.

Das Verfahren der Smart Home Systeme ist heutzutage ähnlich gut verschlüsselt wie beim Online Banking. Daher sind die Gefahren zwar vorhanden, jedoch ebenso gering wie bei den Bankgeschäften, die über das Internet getätigt werden.

Wichtig ist, dass vertraglich festgehalten wird, dass die persönlichen Daten nicht an Dritte weitergegeben werden dürfen. Dann hat der Bewohner wesentlich mehr Spaß und weniger Sorgen mit seinem intelligenten Zuhause.

Hallo, mein Name ist Chris - Ich bin begeisterter Hobbybastler, Technikenthusiast und verrückt nach Smart Home Technik. Angefangen von Devolo, über Homematic IP, Fritzbox und Netatmo hatte ich schon so ziemlich jedes Smart Home System in meinen Händen. Nur leider noch nicht die Brüste meiner neuen Freundin Alexa - Dafür hört sie mir aufs Wort und lässt mich nur selten im Stich.

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